Sjaeland und Kopenhagen

Von Aarhus sausen wir mit der Schnellfähre in weniger als zwei Stunden über den großen Belt zur Sjaelands Odde, einer Landzunge ganz im Westen der Insel. Mit kräftigem Rückenwind genießen wir eine aussichts- und abwechslungsreiche Fahrt nach Hillerrød.

 

Schloss Frederiksborg ist der große Anziehungspunkt dieser Stadt. Und in der Tat ist diese mächtige Anlage sehr imponierend. Ist sie doch das Beispiel für die nordische Renaissance. Nördlich des Schlosses erstrecken sich wunderbare Gartenanlagen mit Kaskaden und Springbrunnen, die in der Abendsonne toll zur Geltung kommen.

 

Die Campingplätze in Dänemark sind sehr gepflegt und sauber, aber dieser hier in Hillerød ist ein wahres Schmuckstück. Ein Blick in die Campingküche und auf den Essplatz im Freien mit der dazu gehörenden Kräuterecke.

Nur 30 km später, auf gut ausgebauten Radwegen, zwar neben der Hauptstrasse, aber entspannt, geht es weiter. Ja, und da sind wir nun. In der Fahrradhauptstadt Europas - in Kopenhagen.

Den Nyhavn verbindet wohl jeder mit Kopenhagen. Was früher noch ein ruhiger, fast menschenleerer Ort mit alten Fischerkneipen, Spelunken und Tätowierungslokalen (so hießen sie früher) am 500 m langen Kanal war, ist heute fest in der Hand von hippen Bars und teuren Cafes in gelb, blau, ocker oder pink. Das einzige was blieb, sind die alten Segelboote, die im Wasser dümpeln und gerne von ihren Besitzern zur Schau gestellt werden.

Stolz ist man natürlich auf die architektonisch aufwendige Oper.

Wie lächerlich und kleingeistig erscheinen uns die Diskussionen bei uns im Land, wenn es um den Ausbau von Radwegen und die Verkehrssicherheit geht. Geht nicht - gibt's wohl nicht. Die Kopenhagener führen uns mit einer Selbstverständlichkeit vor, wie Radverkehr in einer Großstadt funktioniert. Und das noch stressfrei, wohlgemerkt. Ob Mann im schwarzen Zwirn, Frau in High Heels, Mama und Papa mit Lastenrad, Alt, Jung, alle gondeln fast gemütlich durch die pulsierende Innenstadt. Kaum zu glauben, man muss es erlebt haben. Und noch was: Autofahrer stehen an dritter Stelle, noch hinter den Fußgängern. Das sollte doch mal Ansporn für unser Land sein. Hupen und Klingeln kennen weder die Kopenhagener, noch die Dänen im Allgemeinen kaum.

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Møn und Falster

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