Saalfeld - Kronach - Lauda

Nachdem wir den Thüringer Wald mit der Bahn überquert haben, geht es in Kronach wieder auf unser Pino. Kurz nach Kronach haben wir ein kleines Jubiläum. 50.000 Kilometer mit dem Pino.

In flotter Fahrt geht es dem jungen Main entlang. Schöne Dörfer, die fränkische Lebensart und gutes Wetter erfreuen uns. In Lichtenfels treffen wir zufällig eine anderes Paar auf einem Pino. Arndt und Hea Jee aus München sind auch mit dem Pino unterwegs. Wir verstehen uns gut und beschließen gemeinsam nach Bamberg zu radeln. Bei leichtem Rückenwind und netten Unterhaltung vergehen die Kilometer wie im Flug.

 

Wir verbringen einen netten Abend auf dem Campingplatz Bug. Diesel Platz besticht durch seine hervorragenden Sanitäreinrichtungen. Hell, sauber und geräumig, besser kann man es eigentlich nicht machen. Zudem werden immer Plätze für Zelte von Radlern und Wanderen frei gehalten!

Am nächsten Tag empfängt uns ein heftiger Westwind. Wir kämpfen uns gegen Böen mit bis zu 70 km/h den Main hinunter. Erst kurz vor Volkach, unserem Etappenziel, wird es besser. Der Main fließt dort zwischen den Weinbergen weit untern und der Wind hat so weniger Angriffsfläche. Volkach, ein netter Weinort empfängt uns mit leckerem Essen und gutem Wein. 

Am nächsten Tag radeln wir durch Mainschleife, schöne Winzerdörfer zuerst bis Ochsenfurt. Dort schließt sich der Kreis. Vor fast drei Wochen waren wir bei einer Gluthitze an gleicher Stelle. Über den Gauland-Bahnradweg geht es diesmal bei angenehmen Temperaturen wieder ins Taubertal. In Bieberehren folgen wir dem Taubertal abwärts. Über Bad Mergentheim erreichen wir am frühen Abend Lauda.

In einer netten Weinstube beschließen wir die Tour. Nach rund 2450 Kilometern quer durch Deutschland wollen wir am nächsten Tag mit dem Zug nach Hause. Der Urlaub endet - leider.

Wir durften viel von Deutschland erfahren: Unterschiedlichste Mentalitäten, schöne Landschaften, nette Orte aber auch viel Dürre und kaputte Fichtenwälder. Letztlich würden wir die Route nochmals fahren.

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Lüneburg - Saalfeld

Lange sind wir unschlüssig, auf welcher Route wir nach Süden radeln sollen. Über Braunschweig, Göttigen, Kassel, Frankfurt und Heidelberg oder der Elbe und Saale entlang über den Thüringer Wald. Wir entscheiden uns letztlich für die zweite Variante, wollen jedoch noch einen Abstecher ins Wendland machen. Zunächst geht es nach Bleckede und dann auf dem Elbdeich entlang nach Hitzacker. Zwischendurch wird ein

mal die die Uferseite gewechselt, so dass wir auch ein kleines Stück in Mecklenburg-Vorpommern unterwegs sein werden. Es immer noch sehr heiß, wir sind froh, dass zumindest auf dem Deich ein leichtes Lüftchen weht. Hitzacker gefällt uns sehr gut. Ein gemütliches Städtchen, ab und an sieht man Spuren der wendländischen Protestkultur (gegen das Endlager Gorleben). Wir fühlen uns wohl.

Beeindruckend die Rundlingsdörfer im Wendland. Sie sind vermutlich im 11. oder 12. Jahrhundert entstanden, über die genaue Entstehungsgeschichte gibt es verschiedenen Theorien Rundlingsdörfer (externer Link)

Nach einer kurzen Pause in Lüchow geht es weiter durch riesige Felder an den Arendsee. Der vermeintlich geöffnete Campingplatz hat leider geschlossen. Die ganze Stadt Arendsee verströmt für uns den Geruch alter Zeiten. Nach einer Hotelübernachtung geht es quer durch die Altmark (Sachsen-Anhalt) nach Stendal. Etliche Dörfer sind kaum bewohnt, ein Café oder eine Bäckerei suchen wir oft vergebens. Die Sonne brennt wieder erbarmungslos auf das ohnehin schon vertrocknete Land, die Traktoren und Mähdrescher wirbeln große Staubwolken auf. In einem Eiscafé in Stendel genehmigen wir uns eine großen Eisbecher.

Nachdem wir irgendwann durch Industriebrachen und über verschiedenste Eisenbahnstrecken gefunden haben, erreichen wir Tangermünde. Ein unerwartetes touristische Highlight. Schöne renovierte Häuser in einer wunderbaren Altstadt. Am Yachthafen hätten wir die Gelegenheit zu zelten. Wir radeln noch einige Kilometer weiter. Jetzt wieder auf dem Elberadweg finden wieder eine angemessene touristische Infrastruktur. Ab und zu ein Rastplatz, gelegentlich ein kleiner Laden und in unregelmäßigen Abständen diverse Campingplätze. Meist geht die Route über wenig befahrene Landstraßen, etwa 30 Kilometer vor Magdeburg queren wir auf einer Fähre die Elbe.

Kurz vor Magdeburg kommen wir an dem riesigen Wasserstraßenkreuz Hohenwarthe vorbei. Die Elbe wird mit einer riesigen Schiffbrücke vom MIttellandkanal überquert, kurz danach geht der Mittellandkanal in den Elbe-Havel-Kanal über. Dem Vernehmen nach ist jedoch die wirtschaftliche Nutzung durchaus steigerungsfähig. Wir radeln weiter auf der rechten Elbseite durch eine parkartige Landschaft am Rande der Elbe. Die große Industriezonen von Magdeburg sehen wir von weitem. Auf dem linken Elbufer geht es die Flaniermeile entlang, in der Stadt erst sehr schön, in den südlichen Vororten hält sich unsere Begeisterung in Grenzen.

In Schöneburg verlassen wir die Elbe und radeln direkt nach Calbe. Dort erreichen wir den Saaleradweg. Der Saaleradweg ist zumindest in dieser Region gut ausgebaut, relativ schnell erreichen wir Bernburg mit seinen Salinen. „Die Gelegenheit den Salzbedarf zu decken“

Am nächsten Tag geht es weiter nach Halle. Die Einfahrt in den Stadt gestaltet sich angenehm, durch einen riesigen Park mit joggenden und picknickenden Hallensern war eine Pause in der Innenstadt angesagt.

Die Weiterfahrt nach Halle hat uns dagegen wenig erfreut. Viele Plattenbauten nicht nur bei Wohnhäusern, sondern auch beim Radweg. Wir sind froh, wieder aus der Stadt zu kommen. Der Saale entlang geht es immer wieder bergauf und bergab, je weiter wir uns Nienburg nähern, um so freundlicher wird die Landschaft. Im Gebiet Saale / Unstrut gibt es es Weinbau, teilweise nette Orte. Menschen und Landschaft verändern sich unserer Ansicht nach zum positiven, wenn Wein angebaut wird.

Vor Jahren sind wir diesen Teil des Saaleradwegs auf unserer Tour von Aulendorf nach Rostock schon einmal gefahren. Wir kennen jedoch allenfalls noch die Ortschaften. Der Radweg selbst wurde bis auf wenige Ausnahmen qualitativ stark verbessert! Eine dieser Ausnahmen ist der beschilderte Weg über die Rudelburg. Steil, unbefestigt und teilweise ausgewaschen ist dieses Teilstück mit einem voll beladenen Reisetandem kaum zu befahren. Wir kehren um und benutzen die Talroute.

Ansonsten ist der Weiterweg nach Jena gut zu befahren. In Jena bemerkt man studentisches Leben, entsprechend viele Radfahrer sind dort unterwegs. Saaleaufwärts zieht es sich etwas bis Rudolstadt. Wir radeln weiter bis Saalfeld. Der dortige Campingplatz schreckt uns ab, wir entscheiden uns für eine Hotelübernachtung.

Den Thüringer Wald überqueren wir mit dem Zug.

Nächster Abschnitt: Saalfeld - Kronach - Lauda

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Kassel - Cuxhaven

Kassel - Höxter

In Kassel erleben wir in der Nacht und früh morgens ein kräftiges Gewitter. Entsprechend schwül und feucht ist es am nächsten Morgen. Nach ausgiebigem Frühstück geht es erst durch die Stadt, dann auf schönem Radweg die Fulda entlang nach Hann. Münden, dem Zusammenfluss von Werra und Fulda und damit dem Ursprung der Weser.

 

Bei der Fahrt  bemerken wir zu unserem Kummer etliche Risse in der Felge des Hinterrads. An der Oberweser fahren wir fast jeden Radhändler an, den wir finden können. Niemand scheint mehr 26‘‘ Felgen mit Scheibenbremsaufnahme zu haben, nur 27‘‘ oder 29‘‘ Räder, die können wir jedoch nicht gebrauchen. Wir suchen weiter ...

(Kassel - Höxter ca. 105 Kilometer)

Ansonsten gefällt es uns gut an der Oberweser. Gemütliches Radeln, schöne Landschaft, gelegentlich Paddler oder Fähren auf dem Fluss.

(Foto: Wolfgang Sekul)

In Holzminden haben wir schließlich Glück und finden ein einfaches, aber passendes Hinterrad. Wir werden sehen, wie lange das Hinterrad den Belastungen des Tandembetriebs aushält.

In der bekannten „Rattenfänger-Stadt“ Hameln ist es uns zu voll. Es gibt ein schönes Stadtbild mit alten Häusern und unendlichen vielen Abbildungen die sich auch die Rattenfängersage beziehen.

Wir radeln daher schnell weiter in die Gegend von Rinteln. Leider erwischt uns kurz vor Rinteln noch ein kräftiges Gewitter, so daß wir uns in der Friedhofskapelle unterstellen müssen. Leider wird auch diese Nacht nicht sehr ruhig. Eine Gruppe von Jugendlichen mit entsprechendem Alkoholkonsum vermiesen uns die Nachtruhe.

(Höxter - Rinteln ca. 105 km)

Wir radeln weiter zur Porta-Westfalica, teilweise regnet es Wolkenbruchartig. Erst kurz vor Minden hellt der Himmel auch, so daß wir die Mittagspause im Freien machen können.

 

Das Wasserstraßenkreuz Weser - Mittellandkanal ist ein gewaltiges Bauwerk. Ab hier begegnen uns wesentlich mehr Frachtschiffe, auch wenn wir uns über den geringen Schiffsbetrieb wundern. Vermutlich wird die meiste Ladung doch auf LKW verladen.

Im schönen Nienburg essen wir lecker in einem mexikanischen Restaurant und schlendern müde noch ein wenig durch die Altstadt.

(Rinteln - Minden - Nienburg ca. 125 Kilometer)

Von Nienburg aus geht es mit großen Schritten bei hohen Temperaturen in Richtung Bremen. Überraschend kommen in dem kleinen Örtchen Hoya an der Firma Hartje vorbei, einem der ganz großen Fahrrad- und Zweirradersatzteilhändler. 

Die Einfahrt nach Bremen ist recht schön. Wir radeln wieder der Weser entlang, an den Ufern räkeln sich die Badenden in der Sonne.

Ein Zielfoto am berühmten Denkmal der Bremer Stadtmusikanten darf nicht fehlen. In Bracke werden wir übernachten. Der Campingplatz ist eigentlich ganz nett, liegt aber im Überflutungsgebiet, darum bleibt den Gästen nur der Lieferdienst für das Essen. 

(Nienburg - Brake ca. 110 Kilometer)

Nach einem Gewitter in der Nacht und bei leichtem Regen geht es an der Unterweser weiter nach Norden. Mit der Fähre setzen wir nach Bremerhaven über. Eigentlich steht ein Besuch im Auswanderermuseum an, die langen Schlangen vor der Kasse und die befürchtete Enge im Museum in der Corona-Situation bringen uns zu der Entscheidung den Museumsbesuch zu vertagen. Entlang des Hafens mit seinen riesigen Stellflächen für Autos die von Bremerhaven aus verschifft werden, radeln wir der Küste entlang in nordöstlicher Richtung. Leichter Rückenwind ermöglicht uns eine flotte Fahrt.

Der Hafen von Dorum liegt seht schön vor dem Deich. Hier schmecken die Fischbrötchen besonders gut.

Von Dorum ist es nicht weit nach Cuxhaven. An der Kugelbake ist so etwas wie der Wendepunkt unserer Reise. Der Weserradweg und der Elberadweg enden dort. Wir wollen zumindest teilweise an der Elbe entlang aufwärts radeln. Auf einem riesigem Campingplatz bei Otterndorf schlagen wir unser Zelt auf.

(Brake - Otterndorf 128 km)

Nächste Etappe: Cuxhaven - Lüneburg

 

 

Cuxhaven - Lüneburg

Am nächsten Tag wechseln wir von der Elbe zu dem kleinen romantischen Flüßchen Oste und radeln quer durchs Land nach Stade.

Stade hat eine sehr schöne Altstadt, ist uns unter Corona-Bedingungen jedoch entschieden zu voll. Durch die Obstplantagen im Alten Land geht es bei auflaufendem Wasser der Elbe entlang. Bei Flut sehen wir viele Frachtschiffe auf dem Strom. K

Heimatmuseum von Stade

urs vor Cranz erwischt uns noch ein heftiges Schauer. Im alten Fährhaus bekommen wir eine gemütliche Unterkunft. Eigentlich sind wir schon im Hamburg. Um die Großstadt zu umgehen, radeln wir der Este entlang bis in herrliche Kleinstadt Buxtehude. Gemütlich und fein, kaufen wir erstmal Gemüse und Obst.

Etwas verwirrend geht es kreuz und quer weiter durch das Hinterland von Hamburg in die südliche Lüneburger Heide nach Undeloh. Die Heide steht in voller Blüte. Leider sind die von Pferdekutschen befahrenen Wege nicht besonders gut für schwer beladene Reisetandems geeignet. So müssen wir uns ziemlich abmühen.

 

Nach dem Mühen über die Waldwege, das Kopfsteinplaster und sandige Abschnitte ist in Egestorf erste ein Cappucino fällig. Wir sind spät dran, wollen in Lüneburg noch einkaufen und sind deshalb um das leichte Gefälle froh. In flotter Fahrt geht es nach Lüneburg. Wir können endlich unseren defekten Topf ersetzen und zumindest einen kurzen Blick in die Altstadt werfen.

Von Lüneburg geht es am frühen Abend noch nach Radenbeck. Dort finden wir einen kleinen, gemütlichen Campingplatz mit familärer Atmosphäre.

Nächster Abschnitt: Lüneburg - Saalfeld

 

 

Aulendorf - Kassel

05:00 Uhr klingelt der Wecker. Es sind über 36°C angesagt, die befürchtete Hitze treibt uns früh aus dem Bett. Bereits um 06:30 Uhr sitzen wir auf dem Rad und zügig in Richtung Norden. Ein Cappuccino in Laupheim und weiter geht es Richtung Ulm. 

Der Schneider von Ulm hat hier in Form eines sündhaft teuren Turms ein Denkmal bekommen. Mit der heutigen Technik hätte er es sicher über die Donau geschafft. Kurz vor Günzburg wird es richtig heiß. Wir retten uns in einen Biergarten mit netter Livemusik.

(107 Kilometer Aulendorf - Günzburg)

Nach unruhiger Nacht durch nervige Mitmenschen auf dem Campingplatz geht es über Dillingen quer durch den Wald an den Kraterrand vom Nördlinger Ries. Die herrliche Stimmung entschädigt uns für die entgangene Nachtruhe.

Im sehenswerten Nördlingen ist erst einmal eine größere Pause angesagt. Selbst im Schatten hält man es kaum aus. Auf dem Rad haben wir wenigstens den Fahrtwind . Aufgrund der Hitze haben wir auch kaum Lust zum fotografieren. Das Nördlinger Ries ist relativ schnell durchquert. Am nördlichen Rand ist die Bundesstraße wegen Bauarbeiten noch gesperrt. Auf nagelneuem Asphalt können wir das leichte Gefälle bis kurz vor Dinkelsbühl gut ausnutzen. In der historischen Stadt suchen wir ein schattiges Plätzchen, ein Lebensmittelgeschäft hat am Sonntag geöffnet und wir können kühles Wasser und eine Cola in uns hineinschütten. Da es noch früh am Tag ist, wollen wir noch 30 Kilometer weiter nach Schillingsfürst radeln. Der Campingplatz dort liegt leider auf einer Anhöhe, ziemlich kaputt kommen wir dort gegen 18:30 Uhr an.

(134 km Nähe Günzburg - Dillingen - Nördlingen - Dinkelsbühl - Schillingsfürst)

Leider war auch diese Nach von tierischem Lärm in wahrsten Sinne geprägt. In den Kiefern über uns hörten wir die Eulen nur zu deutlich (Hörprobe auf Wickipedia: Eule (Weibchen)Eule (Männchen)

Der frühe Start ist für uns schon fast Gewohnheit. Leider erwischen wir in Schillingsfürst nicht den direkten Weg nach Rothenburg/Tauber, sondern den „Bäumchen-Weg“, also eine Radroute die eher Umwege in Kauf nimmt und dafür landschaftliche Schönheiten bietet. Leider verlaufen diese Wege häufig auf Kies- und Sandwegen und sind für unser schwer beladenes Reisetandem manchmal schlecht zu befahren. Nicht destotrotz sind wir bereits gegen 08:00 Uhr in  Rothenburg/Tauber. Fast allein können wir die schöne Altstadt in dieser sonst so überlaufenen Stadt genießen.

Von Rothenburg aus geht es zunächst erfrischend das Taubertal hinunter. Margot kann sogar den langen Pullover noch gut gebrauchen. Ein leichtes Auf und Ab im Taubertal über Creglingen bis Bieberehren. Dort wechseln wir auf den Gaubahnradweg. Auf der ehemaligen Bahnstrecke geht es zunächst leicht bergauf, dann meist eben, bis es nach rund 30 Kilometern sehr angenehm und flott nach Ochsenfurt geht. Wir haben zudem noch Rückenwind, während einige Familien mit kleineren Kindern in der Gegenrichtung eher einen überhitzten und verzweifelten Eindruck machen. Die Verbindung über den Gaubahnradweg vom Tauber- ins Maintal ist wesentlich flacher wie der Taubertalradweg und sehr zu empfehlen, so ist zumindest unser Eindruck nach der 2. bzw. 3. Befahrung. Nach ausführlicher Pause in der schönen Innenstadt von Ochsenfurt wechseln wir die Mainseite und radeln bei Gluthitze nach Würzburg. 

In Würzburg sind wir zuerst geneigt uns ein kühles Hotel mit Klimaanlage zu suchen, um aus der Hitze heraus zu kommen. Wir entscheiden uns doch für den Biomarkt. Mit er frischendem Joghurt, Früchten und kaltem Wasser im Gepäck verlassen wir die Stadt in Richtung Gemünden. In Karlsstadt ist nochmals eine Trinkpause und ein Fußbad im lauwarmen Brunnen angesagt.

(145 Kilometer Schillingsfürst - Rothenburg - Bieberehren - Ochsenfurt - Würzburg - Gemünden)

Diese Nacht wird zumindest etwas ruhiger, obwohl in Gemünden mehrere Bahnlinien kreuzen. Früh am Morgen geht es das schöne Sinntal hinauf. In der Mittagshitze über die Rhön bei Uttrichshausen (vielen bekannt als Rastätte an der A7), mit einigen Gegenanstiegen kommen wir etwa 20 Kilometer vor Fulda auf den Fuldaradweg. Fulda ist schön, uns jedoch zu voll und gerade in Coronazeiten zu rummelig. Nach einem großen Eisbecher geht es bei Gewitterluft in Richtung Schlitz. Kurz vor Schlitz holt uns doch noch ein kräftiger Gewitterschauer ein. Irgendwann finden wir den von den Campern teilweise selbstverwalteten Platz. Obwohl wir schon fast 130 Kilometer in den Beinen haben, lassen wir uns eine kleine Stadtrundfahrt oder besser gesagt„ ein Stadtschieben“ nicht entgehen. Das ruppige Kopfsteinpflaster und die steilen Gassen fordern Tribut.

(128 Kilometer Gemünden - Sinntal - Fulda - Schlitz)

Früh am Morgen dampfen die Wiesen noch. Wir wollen heute nach Kassel, dort möchten wir Johanna und Susanne besuchen. Der Fuldaradweg ist  durchgehend gut ausgebaut. Zum zweiten Frühstück um 10:00 Uhr haben wir bereits 60 Kilometer „runter“ und können in der schönen Kleinstadt Rotenburg/Fulda nochmals ausgiebig frühstücken.

 

Weitere 65 Kilometer sind es nach Kassel-Hardeshausen. Besonders schön finden wir Melsungen. Die Luft wird im Laufe des Tages im schwüler, wir treten in die Pedale und können dem drohenden Gewitter entgehen.

Zu den nächsten Etappen:

Kassel - Cuxhaven

 

 

 

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