Kassel - Cuxhaven

Kassel - Höxter

In Kassel erleben wir in der Nacht und früh morgens ein kräftiges Gewitter. Entsprechend schwül und feucht ist es am nächsten Morgen. Nach ausgiebigem Frühstück geht es erst durch die Stadt, dann auf schönem Radweg die Fulda entlang nach Hann. Münden, dem Zusammenfluss von Werra und Fulda und damit dem Ursprung der Weser.

 

Bei der Fahrt  bemerken wir zu unserem Kummer etliche Risse in der Felge des Hinterrads. An der Oberweser fahren wir fast jeden Radhändler an, den wir finden können. Niemand scheint mehr 26‘‘ Felgen mit Scheibenbremsaufnahme zu haben, nur 27‘‘ oder 29‘‘ Räder, die können wir jedoch nicht gebrauchen. Wir suchen weiter ...

(Kassel - Höxter ca. 105 Kilometer)

Ansonsten gefällt es uns gut an der Oberweser. Gemütliches Radeln, schöne Landschaft, gelegentlich Paddler oder Fähren auf dem Fluss.

(Foto: Wolfgang Sekul)

In Holzminden haben wir schließlich Glück und finden ein einfaches, aber passendes Hinterrad. Wir werden sehen, wie lange das Hinterrad den Belastungen des Tandembetriebs aushält.

In der bekannten „Rattenfänger-Stadt“ Hameln ist es uns zu voll. Es gibt ein schönes Stadtbild mit alten Häusern und unendlichen vielen Abbildungen die sich auch die Rattenfängersage beziehen.

Wir radeln daher schnell weiter in die Gegend von Rinteln. Leider erwischt uns kurz vor Rinteln noch ein kräftiges Gewitter, so daß wir uns in der Friedhofskapelle unterstellen müssen. Leider wird auch diese Nacht nicht sehr ruhig. Eine Gruppe von Jugendlichen mit entsprechendem Alkoholkonsum vermiesen uns die Nachtruhe.

(Höxter - Rinteln ca. 105 km)

Wir radeln weiter zur Porta-Westfalica, teilweise regnet es Wolkenbruchartig. Erst kurz vor Minden hellt der Himmel auch, so daß wir die Mittagspause im Freien machen können.

 

Das Wasserstraßenkreuz Weser - Mittellandkanal ist ein gewaltiges Bauwerk. Ab hier begegnen uns wesentlich mehr Frachtschiffe, auch wenn wir uns über den geringen Schiffsbetrieb wundern. Vermutlich wird die meiste Ladung doch auf LKW verladen.

Im schönen Nienburg essen wir lecker in einem mexikanischen Restaurant und schlendern müde noch ein wenig durch die Altstadt.

(Rinteln - Minden - Nienburg ca. 125 Kilometer)

Von Nienburg aus geht es mit großen Schritten bei hohen Temperaturen in Richtung Bremen. Überraschend kommen in dem kleinen Örtchen Hoya an der Firma Hartje vorbei, einem der ganz großen Fahrrad- und Zweirradersatzteilhändler. 

Die Einfahrt nach Bremen ist recht schön. Wir radeln wieder der Weser entlang, an den Ufern räkeln sich die Badenden in der Sonne.

Ein Zielfoto am berühmten Denkmal der Bremer Stadtmusikanten darf nicht fehlen. In Bracke werden wir übernachten. Der Campingplatz ist eigentlich ganz nett, liegt aber im Überflutungsgebiet, darum bleibt den Gästen nur der Lieferdienst für das Essen. 

(Nienburg - Brake ca. 110 Kilometer)

Nach einem Gewitter in der Nacht und bei leichtem Regen geht es an der Unterweser weiter nach Norden. Mit der Fähre setzen wir nach Bremerhaven über. Eigentlich steht ein Besuch im Auswanderermuseum an, die langen Schlangen vor der Kasse und die befürchtete Enge im Museum in der Corona-Situation bringen uns zu der Entscheidung den Museumsbesuch zu vertagen. Entlang des Hafens mit seinen riesigen Stellflächen für Autos die von Bremerhaven aus verschifft werden, radeln wir der Küste entlang in nordöstlicher Richtung. Leichter Rückenwind ermöglicht uns eine flotte Fahrt.

Der Hafen von Dorum liegt seht schön vor dem Deich. Hier schmecken die Fischbrötchen besonders gut.

Von Dorum ist es nicht weit nach Cuxhaven. An der Kugelbake ist so etwas wie der Wendepunkt unserer Reise. Der Weserradweg und der Elberadweg enden dort. Wir wollen zumindest teilweise an der Elbe entlang aufwärts radeln. Auf einem riesigem Campingplatz bei Otterndorf schlagen wir unser Zelt auf.

(Brake - Otterndorf 128 km)

Nächste Etappe: Cuxhaven - Lüneburg

 

 

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